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Die Wirtschaft ist schuld ;-)
Nun ist mein Text doch etwas länger geworden. Doch ist es ja auch ein komplexes Thema.

Ich kann mir denken, dass es sehr schwer ist einen Haushalt in einem stagnierenden System zu erstellen, was ja auch dieses schöne Forum zeigt.
Ich bin der Auffassung, dass sich dieses Problem so lange verschärfen wird, wie unsere Wirtschaft stagniert. Soll heißen, so lange wir international nicht konkurenzfähig sind und es nicht schaffen unsere Produkte weltweit durchzusetzen, wird sich dieses Problem noch verschärfen. Da in der Welt gilt, die Stärkeren überleben, mag dieser Aufsatz vielleicht etwas hart klingen. Ich hoffe hier keinen zu verletzen.
Es wird wahrscheinlich dagegen keinen Allerheilmittel geben, doch möchte ich mal meine Ideen kundtun, die natürlich auch bestenfalls langfristig helfen würden.
Ich weiß leider nicht wie viel davon die Stadt das Land und der Bund zu fällt, daher sei dies mal allgemein gesagt.

1. Wirtschaftliche Vorteile bieten.
Wir sind in der Bildung und Wissenschaft bei weitem nicht so gut wie wir uns gerne einreden. Wir können unsere Position nur halten, wenn wir mehr Finazimittel in diesen Bereich stecken.
Was aber nicht heißen soll, unnötig viel Geld in verlorengegangenem wie Rübli-ähnliche Schulen zu stecken, um nicht willige Schüler zu retten. Hier hilft meiner Ansicht nach nur hartes Durchgreifen.
Aber auch Abschaffen von Gesetzen, die moralische Zwänge stärken, aber die Forschung hindert. Ich denke da an dem Verbot der Gentechnik.
Daher gilt meine erste und oberste Priorität der Bildung.

2. Wirtschaft
Wenn wir die Wirtschaft stärken wollen, müssen wir auch aus allgemeinen Mitteln diese fördern.
Dabei denke ich unter anderem an:
- Förderung von neuen Firmen. Vielleicht kann der Staat / die Stadt an guten Firmenideen langfristig mitverdienen, wenn sie mit als Geselschafter bei neuen vielversprechenden Unternehmen mit einsteigt. Da sich sonst viele Unternehmen gar nicht aufbauen könnten, die durchaus Potenzial hätten.
- aber auch Anwerben von neuen Ausländischen Firmen. Mir kam auch mal die Idee, nach vorbild Chinas, Firmen zu locken, z.b. mit geringerem zoll oder MwSt, wenn sie die Produkte die sie hier verkaufen wollen auch hier produzieren.

3. Umweltschutz ist gut aber Luxus
Ich empfinde selbst den Umweltschutz als wichtig, da es eigentlich nicht sein kann das wir unseren Planeten kurz oder lang unbrauchbar machen. Doch können wir uns diesen Luxus in unserer Situation nicht wirklich leisten. Denn dies geht auf Kosten der Wirtschaft, und somit auch auf Kosten unseres Einkommens, da andere Länder da nicht mitziehen.
Hierher könnte man also Geld abziehen. Tut weh aber irgendwas muß weh tun.

4. Weniger Mitleid
Es klingt jetzt vielleicht echt hart, aber nur die stärksten Länder können sich kurz oder lang überwasser halten. Daher müssen wir uns stärken. Doch im Moment erscheint es mir so, das wir mehr um das Wohlergehen anderer besorgt sind, als unser Eigenes. Soll heißen wir sollten lieber anstatt Geld nach Kongo, Malasia oder wohin auch immer zu spenden, lieber sehen unsere eigenen Fehler zu lösen.

5.Soziales ist sehr wichtig, aber...
Es ist unumstritten das Soziales wichtig ist. Und auch etwas ist auf das wir stolz sein können. Doch teilweise gehen unsere sozialen Bestrebungen zu weit. Wir versuchen damit zu retten was nicht zu retten ist. Wir müssen uns mit dem Gedanken anfreunden, das es Menschen in unserer Gesellschaft gibt, die diese nicht mal tollerieren. Solche Menschen sollte man nicht unterstützen und auch nicht versuchen zu resozialisieren. Damit meine ich zum Beispiel Rübli ähnliche Schulen, aber auch stark rechts oder links gedrifftete Gruppen. Auch hier kann man Geld einsparen, wenn man statt dessen ein mal Kraft zeigt, und hart durchgreift. Wer weiß manches Kind läßt sich von einer harten Hand ehr führen, und billiger ist diese auch.

6. Nicht Privatisieren
Ich denke, das Privatiesierungen kurzfristig echt verlockend sind, aber letzlich nur auf Kosten der Bürger (=Stadt) gehen. Da diese Einrichtungen dann meist teurer werden. Auch kann man besser versuchen selbst einen Bereich wirtschaftlicher zu machen und dann diesen Erlös in den Haushalt mit einfließen lassen.

7. Bürokratie abbau...
... ist Unsinn. Damit versuchen wir nur unsere hohen Löhne und andere Fehler zu entschuldigen. Zwar bin ich auch der Ansicht, das unsere Bürokratie hier und da echt fettleibig geworden ist, doch das wird meiner Ansicht nach stark überbewertet. Wir sollten uns lieber gleich von dem Gedanken trennen das es uns ohne diese Fettleibigkeit der Bürokratie so viel Besser gehen würde.

8. Alle müssen Abstriche machen.
Das eigentliche Problem unserer Unwirtschaftlichkeit sind unsere viel zu hohen Löhne und damit auch unsere hohen Ansprüche.
Somit können wir uns nur behaupten, wenn wir selbst unsere Ansprüche senken. Damit ist jeder angesprochen. Ich selbst fahre noch einen alten klapprigen Corsa. Es muß nicht immer der neuste Polo Gsi sein.

Ende
Ich bin gespannt, auf Reaktionen, da mein Beitrag wirklich nicht leichtverdaulich ist, und sicher auf unverständniss stoßen wird. Trotzdem bitte ich um sachliche und ruhige Kritik. Beleidigungen kann man sich sparen.



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Richtige Richtung!
von 728JET, 21.04.2006 | 09:02
Ihr Beitrag geht meiner Meinung nach in die richtige Richtung.

Was Sie als "mit besonderen Mitteln anlocken" bezeichnen, heisst bei unseren polnischen Nachbarn und in anderen Laendern Sonderwirtschaftszone. Mir voellig unverstaendlich, warum man sowas nicht auch in Deutschland einrichtet.

Auf Hamburg bezogen: z.B. Einrichtung einer SWZ fuer die Neuansiedlung, Neugruendung und F&E Aktivitaeten von Unternehmen, die im maritimen Technologiebereich aktiv sind, z.B. Geraete fuer den Bergbau unter Wasser entwickeln, z.B. Meerespflanzen auf ihre wirtschaftliche Nutzbarkeit ueberpruefen, Technologiedemonstratoren bauen,... Es ist nachgewiesen dass eine Clusterung unbestreitbar Erfolge bringen kann, es ist auch bekannt dass gerade Start-Ups mit Finanzproblemen zu kaempfen haben.

Was spricht denn dagegen, z.B. fuer 5 Jahre bestimmte Steuern auszusetzen bzw. zu Verringern, speziell die Lohnnebenkosten? Der Staat verliert im Endeffekt nichts - diese Steuern wuerden ohne die SWZ wahrscheinlich ueberhaupt nicht generiert werden - da kann sich Hamburg (oder auch andere Staedte) es am Anfang durchaus leisten, mit weniger Einnahmen als "normal" zu leben. Im Endeffekt ists ja trotzdem ein "mehr".

Wo ich nicht ganz zustimme ist der Bereich Buerokratie, ich denke hier sind die Grenzen des noetigen inzwischen bei weitem ueberschritten und muessen zurueckgefahren werden.

Entwicklungshilfe: einige Sachen muessten mit Sicherheit auf den Pruefstand (China z.B.), in anderen Laendern sollten wir aber ein Engagement aufrecht erhalten. Wenn z.B. die 70 Millionen der jaehrlichen Hilfe fuer China in andere Laender umgeschichtet werden, dann entspricht dass in etwa 7 (?)% des Entwicklungshilfehaushalts. Alternativ haette man 70 Millionen eingespart.
wo leben Sie?
von R.Jonasson, 21.04.2006 | 12:45
Sehr tröstlich fand ich zunächst, dass Sie immerhin ein wenig Mitleid mit dem Planeten empfinden, den wir aber nun leider doch ruiniern müssen, da Umweltschutz eben Luxus ist.

Aber: Je weiter ich las, desto klarer wurde mir, dass es hier gar nicht um meinen Planeten geht - denn ganz offensichtlich leben Sie auf einem andern!

Da bin froh, ehrlich! Denn wenn ich Ihre "Vorschläge" - was genau schlagen Sie eigentlich vor, außer "den Planeten ruinieren", s.o. ? - so lese, kommt mir wirklich das kalte Grausen!

Ohne Sie beleidigen zu wollen: Ich habe selten einen derart blühenden Unsinn gelesen...

MfG, R.Jonasson
Aber... (728JET 21.04.2006 | 14:25)   
Wir Deutschen sind als einzige so bloed uns 100% an die Richtlinien der EU zu halten. In allen anderen Staaten wird das zugunsten der Wirtschaft sehr viel laxer gesehen, und ist in man Standortentscheidung mit Sicherheit auch ein Kriterium.

Zum anderen: die Schadstoffbelastung pro Einwohner in Deutschland ist heute schon extrem gering - gehen Sie doch mal nach Schanghai, Kuala Lumpur oder in einen anderen Staat und schauen sich mal an was da so an Abwaessern fliesst und in die Luft geblasen wird. Sollen wir jetzt fuer diese Laender alles moegliche an Schadstoffen einsparen und durch die enormen Kostenbelastungen unsere Wirtschaft belasten und Arbeitsplaetze gefaehrden, wo schon heute Reduktionen nur noch schwer moeglich sind?

Oder sollten lieber diese Verschmutzerlaender zusehen dass sie ihren "Mist" sauber bekommen und dafuer die Kosten selber tragen zu haben?

Mir ist die letztere Option deutlich lieber... ich sehe es nicht ein dass Deutschland vorbildlich alles in Schuss bringt und im Endeffekt der Dumme ist weil sich kein anderes Land sonst sonderlich drum kuemmert, speziell nicht asiatische Staaten.
Naja
von Jenzza, 21.04.2006 | 13:09
Also ich finde es erstmal gut, dass Sie veruscht haben jedes Thema möglichst sachlich zu analysieren. Allerdings finde ich die Einstellung ziehmlich daneben.
Auch wenn es richtig ist, dass wir natürlich Geld sparen wenn wir es nicht nach Afrika schicken. Aber alles andere ist leider sehr menschenverachtend. Länder in denen 30% der Bevölkerung HIV positiv ist haben leider keine Chance ohne unsere Hilfe. Über einen andere Verwendung der Mittel kann man sicher gut reden, da es leider ja genug Korruption gibt.
Und ich wollte mal fragen ob Sie mal in unsere Verfassung geguckt haben, was unseren Staat denn so alles ausmacht? Sozialstaat und so steht da drinne. Und Kinder, die vieleicht nicht das Glück hatten in einer Gutbürgerlichen Famillie aufzuwachsen, die nicht die Unterstützung der Eltern hatten und wo die Eltern vieleicht nicht mal Deutsch konnten sollen keine Chance haben, nur damit du ein paar Euro weniger Steuern zahlen musst? Ich glaube es nicht ganz fair(Chancengleichheit steht da auch irgendwo im Grundgesetz).
Bei der Privatisierung bin ich sogar mit Ihnen eindeutig einer Meinung. Ich finde es auch sehr merkwürdig warum die Staatunternehmen immer Millionen Verluste machen aber eine Firma doch noch mehrere Millionen ivestiert. Irgendwas muss dann ja vorher komplett falsch gelaufen sein im Management.
Über Umweltschutz gestehe ich dann auch jedem seine Meinung zu auch wenn ich Ihre nicht Teile.
Aber zum letzten Punkt, dasss jeder Abstriche machen muss... Einerseits schon richtig, aber andereseits ist das größte Problem der deutschen Wirtschaft nunmal dass die Binnennachfrage viel zu gering ist und von daher sollten Sie mal über einen richtig schönen Benz nachdenken und nicht das ganze Geld immer nur sparen :)
mfg
Binnennachfrage verstärken (Moderator 21.04.2006 | 14:04)   
Hallo Jenzza,

Sie heben hervor, dass "die Binnennachfrage zu gering ist".
Wie kann die Stadt Hamburg ihrer Meinung nach die Binnennachfrage stärken?

Was sagen alle anderen Diskussionsteilnehmer dazu?

Auf Antwort freut sich
S. Kerbach (Moderation)
(728JET 21.04.2006 | 14:29)   
Nur dann haetten wir 1990 was anders herum machen muessen: DDR uebernimmt BRD um daraus einen Full-Service-Staat zu machen - alle werden gleich, alle zahlen gleich viel, alle bekommen gleich viel. Hat aber nicht funktioniert.

Binnennachfrage: geht nur ueber zusaetzliche neue Arbeitsplaetze, die die Lohnsumme erhoehen. Optionen wie man die schaffen kann gibts genuegend, z.T. schon oben beschrieben.
(Dennis Körner 21.04.2006 | 14:46)   
Zumindest stärkt man die BINNENnachfrage nicht allein, indem man ärmeren Bevölkerungsschichten nen "Hunni" mehr im Monat p.P. läÜt. Im Zweifelsfall kaufen die sich davon nur noch nen China-Fernseher oder ne China-Playstation mehr von. Womit nicht die BINNENnachfrage gestärkt wurde sondern eher der AbfluÜ von Mitteln aus Deutschland sprich sich die Handelsbilanz verschlechtert.
Ohne gleichzeitig mehr auf Qualität zu setzen und den Leuten beizubringen, dass es mehr Sinn macht Produkte aus dem eigenen Land (Made in Germany) zu kaufen bringe solche MaÜnahmen überhaupt nichts.
ergänzungen
von Creator, 21.04.2006 | 15:08
gut, ich glaube die diskussion über die binnennachfrage geht hier etwas über die grenzen hinaus, obwohl dieses thema auch etwas allgemeinere themen behandelt.

ich finde die äußerungen wirklich interessant.

zu meiner verteidigun muß ich sagen:
1. der binnenhandel ist meines erachtens nicht das problem, wie es uns verkauft werden soll, denn weil die meißten wie bereits gesagt wohl eh mehr china-ware kaufen werden. außerdem lebt deutschland nachwievor auch von einem hohen export.

2. ich halte die klare trennung von staat und wirtschaft grundsätzlich für nicht haltbar. eine stadt würde als gesellschafter zu den steuern noch verdienen. zudem erhälte die stadt ein mitspracherecht bei entscheidungen, und kann somit die firma in der komune oder zu mindest im lande behalten. probleme werden dabei wohl irgendwelche eu-richtlinien machen.

3. Spenden sind wirklich sehr menschlich. doch ich verstehe nicht ganz warum wir länder wie china aufbauen, die danach uns eine riesen konkurenz (bedrohung) werden, und sich niemals erkenntlich zeigen. ich rede dabei nicht von der unterstützung sozial schwächerer familien in deutschland. jedem ist sicher daran gelegen, wenn sich nicht riesen ghetos bilden. doch auch hier sollte man versuchen zu unterscheiden, und da wo es angebracht ist lieber härter vorgehen als klein beigeben.

4. ich bin dafür die mehrwertsteuer bis unters dach zuschrauben, denn damit erwischt man unternehmen in deutschland aber halt auch ausländische unternehmen, die man sonst nicht mit anderen erwischt. man könnten die mwst für hier produzierende unternehmen senken, um die produktion zu fördern.
ich habe mich nochmals über china informiert. dort wird es so gehandhabt, das nur produkte verkauft werden dürfen, die mindesten einen bestimmten prozentsatz in china produziert wurden (glaube 50 oder 60%). zudem müssen diese unternehmen ihre technologien mitbringen. china wird dafür nicht boykotiert, und mich fürht das zu der frage, warum wir nicht ähnlich handeln können.


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Info zum Artikel
Von: Creator
21.04.2006 | 2:14
Artikel-Nr.: 1945
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