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Dem Radverkehr endlich mehr Priorität geben!
Wenn dem Radverkehr in Hamburg endlich mehr Priorität eingeräumt würde, würden mittelfristig immer mehr HamburgerInnen auf das Fahrrad umsteigen um die täglichen Wege zu bewältigen. Schon jetzt beobachte ich, das immer mehr Menschen mit dem Rad unterwegs sind. Trotzdem werden diese Menschen von Hamburger Politikern als Verkehrsteilnehmer dritter Klasse behandelt. Im Winter werden Radwege nicht geräumt - ganz im Gegenteil, sie werden mit Schnee vollgeladen. Die Radwege sind in furchterregendem Zustand. Anstatt diesen Zustand zu Verbessern wird von der CDU lediglich immer wieder darauf hingewiesen, das es die vorherige Regierung auch nicht besser gemacht hätte. Das ist aber keine Entschuldigung dafür es genauso schlecht, oder sogar noch schlechter zu machen!

Hamburg müsste aktiv für den Radverkehr werben und die Menschen dazu bewegen für den Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen oder andere alltäglichen Dinge auf das Umweltfreundlichste Verkehrsmittel umzusteigen. Anstatt Radwege notdürftig auszubessern, müssten Radstreifen auf der Fahrbahn gezogen werden. Diese sind deutlich günstiger in der Herstellung und den Wartungskosten und zudem noch sicherer für die Radfahrer die diese vom Autoverkehr besser wahrgenommen werden. Der Radstreifen entlang der Bogenstraße in Richtung Dammtor ist ein exzellentes Beispiel dafür wie es geht. Dort kann man mit dem Rad schnell und sicher fahren, ohne das Fußgänger oder Jogger den Weg kreuzen oder Autos darauf Parken und im Winter kann man diese Wege auch sehr einfach Räumen.

Warum würde Hamburg und seine Bürger sparen wenn mehr Menschen mit dem Fahrrad unterwegs sind?

Zum einen wirkt sich die tägliche Benutzung des Rades positiv auf die Gesundheit der Bürger aus. Fitte Menschen werden seltener Krank und liegen den Krankenkassen nicht auf der Tasche - vor allen Dingen im Alter. Das kann sich positiv auf die Krankenkassenbeiträge auswirken, wenn Krankenkassen aktiven Menschen günstigere Beiträge berechnen. Radfahrer verursachen keine Co2 Emissionen, produzieren keinen Feinstaub und verbrauchen nicht die mittlerweile knappen Erdölressourcen der Erde. Dies sind zwar Dinge die sich nicht unmittelbar auf die Stadtkassen auswirken, langfristig aber doch. Durch den Klimawandel - an dem der PKW und LKW Verkehr einen erheblichen Beitrag leistet - wird es, und kommt es schon jetzt, absehbar zu Naturkatastrophen die den Steuerzahler viel Geld kosten (werden).

Des weiteren würde der Straßenverkehr durch eine höhere Anzahl von Radfahrern entlastet werden. Wenn mehr Menschen mit dem Rad fahren, ist logischerweise mehr Platz für alle anderen auf der Straße. Die allabendlichen Staus könnten abgebaut und Ausgaben für neue, teure Verkehrsleitsysteme und neue Straßen, Tunnel, Brücken, etc. eingespart werden.

Insgesamt würde die Lebensqualität aller Einwohner dieser Stadt davon profitieren, da bin ich mir sicher. Mittlerweile ist in unseren Straßen jeder Zentimeter mit Autos zugeparkt und es bleibt kein Platz mehr für den Menschen. Kinder können nicht mehr auf der Straße spielen ohne in ständiger Lebensgefahr zu sein, Menschen werden durch den andauernden Lärm gestresst und erkranken daran. Abgase und Feinstaub verpesten die Luft, die alle anderen Verkehrsteilnehmer täglich einatmen müssen. Jeden Tag sterben unschuldige Menschen durch Auto- und LKW-Unfälle oder sind ihr Leben lang verkrüppelt und kosten den Staat viel Geld. Ich selbst bin jede Woche mindestens einmal mit dem Fahrrad in einer lebensgefährlichen Situation. Als Radfahrer habe ich keine Knautschzone. Wo bleibt die Unterstützung der Politik?



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von Dennis Körner, 21.04.2006 | 21:36
War grad gestern was zu im Abendblatt, dass ein neues Radwegekonzept erarbeitet werden soll, das auch Hand und Fuß haben soll. Bin mal gespannt was da rauskommt.
Das mit dem Räumen von Radwegen im Winter ist so ne Sache. Erst mal sind das eh nur wenige Tage, wo so viel Schnee liegt. Dann kommt hinzu: Wo soll der Schnee denn hin? Auf den Fußweg? Geht nicht. Auf die Straße? Geht auch nicht. Mehr Möglichkeiten gibt es nicht. Und der Abtransport würde solche Unmengen an Geld kosten, dass es wenig sinnvoll wäre. Vielleicht wäre es ja ne gute Regelung wenn in so einem Fall explizit die Benutzung des Fußweges oder der Straße erlaubt wären.


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Von: hirschnase
21.04.2006 | 21:32
Artikel-Nr.: 1958
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