Zur Startseite
Das Projekt Wer wir sind Spielregeln Hilfe Impressum
Kostenlose Kindertagesstätten
Hamburg sollte kostenlose Kindertagesstätten einrichten entsprechend dem quantitativen Bedarf. Allen Eltern sollte die Fortführung ihres Berufes ermöglicht werden, damit es keine Entweder-Oder-Entscheidung zwischen Beruf und Kindern mehr geben muss.
Qualifizierte Erzieher sollten die Kinder dort altersentsprechend optimal fördern.
Ich weiß nicht, wieviel das kosten würde. Allerdings soll es in Finnland ein sehr erfolgreiches Konzept geben. Das bräuchte man vielleicht nur zu kopieren.



Editieren
Druckversion
Als E-Mail verschicken

Antworten
Kostenlos, ja!
von Thesaurus, 26.04.2006 | 15:37
Aber die finnische Variante ist auch nicht das Maß aller Dinge. Bei diesen Rezepten, die auch gerne in den Medien immer mal wieder und immer wieder gerne hochgeholt werden, gibt es nur ein Problem. Die nationale Besonderheit. Wer sich einmal mit der finnischen (oder auch schwedischen, norwegischen (die anderen Vorzeigeländer halt)) Mentalität und Lebenseinstellung beschäftigt hat, wird große Unterschiede feststellen.

1. Finnische Unternehmen dürfen sich zu 75% an den Sozialversicherungskosten beteiligen.
2. Diese Einnahmen finanzieren auch "andere" soziale Projekte, wie Kindergartengesundheit.
3. Der Kindergarten ist in Finnland bereits eine Vorauswahl für die spätere Schule. Nicht alle Schulen in Finnland sind gleich gut! D.h. schon bei der Wahl des Kindergartens beeinflusst man die spätere berufliche Karriere des Kindes. Exquisite Kindergärten haben lange Wartelisten und haben auch dort hohe Gebühren.
4. Die Integrationsarbeit an skandinavischen Kindergärten ist ähnlich Glücksache wie hier. Besonders Finnland tut sich in der Regel nicht als besonders fremdenfreundlich hervor. Der Finne ist das Maß aller Dinge.

Warum nimmt man nicht den erfolgreichsten und dabei effizientesten Kindergarten Deutschlands (solche Studien gibt es), schaut sich an wie die es machen und kopiert dieses.
Kostenlose Kindertagesstätten
von Moderator, 27.04.2006 | 09:44
Liebe Teilnehmer/innen,
da wir hier über den Hamburger Haushalt und mögliche, notwendige Einsparungen diskutieren, geht die Forderung nach kostenlosen Kindertagesstätten zunächst einmal in eine entgegengesetzte Richtung. Daher wäre es interessant, zu erfahren, wie diese Forderung Ihrer Meinung nach finanziert werden sollte, ohne den Haushalt zusätzlich zu belasten?

Fragt interessiert B. Hohberg (Moderation)
Mehr Geld für Bildung!
von Matthias Arft, 27.04.2006 | 11:27
Hallo Frau Hohberg!

Wenn Sie bitte einmal nach oben auf die Seite schauen, so sehen Sie das Thema:
"Was wollen wir uns leisten? - Bürgerbeteiligung an der Hamburger Haushaltsplanung".
Das Thema ist nicht "Wo soll gekürzt werden?".

Dem Grundgedanken der Einsparung habe ich in meinem Haushalt berücksichtigt (Einsparung 32 Millionen Euro).
 Link

Aus der Zuteilung der Haushaltsmittel lässt sich mein Grundgedanke erkennen: Mehr Geld für Bildung und Ausbildung, weniger Geld für andere Aufgaben, hauptsächlich aber kein Geld aus öffentlichen Haushalten für Prestigeprojekte von fragwürdigem Sinn.

Es ist schon sinnlos Geld in der vollkommen überflüssigen Umgestaltung des Jungfernstiegs verprasst worden. Gleichzeitig wird die Lernmittelfreiheit eingeschränkt.

Auch mit dem geplanten unterirdischen Verlauf der U-Bahn in der Hafencity wird das Geld das Steuerzahlers von der Politik verschleudert, denn es gibt erheblich bessere und auch noch kostengünstigere Alternativen:
 Link

Genauso wird für die Elbphilharmonie Geld aus dem Haushalt an vollkommen falscher Stelle ausgegeben. Warum geben Stadt und auch Mäzene das Geld nicht für die Förderung der Bildung breiter Schichten aus? Ich persönlich fände das Geld sehr viel besser investiert, wenn man es für die Erweiterung des Musikverständnisses vor allem für Kinder und Jugendliche aus Elternhäusern ausgäbe, wo die Eltern diesen Zugang nicht vermitteln können. Auch diese Kinder sollen eine echte Chance haben, den Wert der Musik von Bach, Beethoven, Mozart usw. erfahren zu dürfen und ihr Leben damit bereichern zu können, anstatt nur von außen einen Kulturklotz anstarren zu müssen, in dem sich andere amüsieren.

Kultur lebt in den Menschen, und manifestiert sich nicht in prestigeheischenden "Kultur"-Tempeln wie der Elbphilharmonie.
Und Bildung ist auch Selbstzweck, nicht nur Konditionierung für den Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt.

Deshalb mehr Geld für Bildung! Und Bildung beginnt schon in den Kindertagesstätten und Kindergärten.
Bessere Konzepte für die Bildung der Kinder und Jugendlichen in den Schulen!Wiederherstellung der Lernmittelfreiheit!
Und mehr Geld für Bildung generell! Damit immer mehr Menschen Anteil nehmen können auch an den Werten der sogenannten "Hochkultur".
Das sollte sich Hamburg leisten!

Kostenlose Kindertagesstätten
von Moderator, 04.05.2006 | 11:06
Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,

sowohl bei den erstellten Haushalten als auch in den Diskussionsforen wurde vielfach verstärkte Investitionen für die Bereiche Kinderbetreuung, Bildung und Wissenschaft gefordert.

Vielleicht haben Sie auch detaillierte Vorstellungen davon, wie diese Bereiche in Hamburg verbessert werden könnten - und, bezogen auf den Hamburger Haushalt, wie die Maßnahmen finanziert werden könnten?

Es grüßt B. Hohberg (Moderation)
@ Matthias Arft
von Chaoshacker, 05.05.2006 | 00:45
Wieso war Ihrer Meinung nach die Umgestaltung des Jungfernstiegs überflüssig? Immerhin ist er ein touristisches Aushängeschild Hamburgs und Touristen sind ja eine nicht unwesentliche Einnahmequelle Hamburgs.
Außerdem wurde ein sehr großer Teil der Umbaukosten von privaten Spendern übernommen:
 Link

MfG
Chaoshacker
@ Chaoshacker (Matthias Arft 05.05.2006 | 12:02)   
Die Hälfte der 16 Millionen Umbaukosten wurden von privaten Spendern aufgebracht. Das ist richtig. Nur gehörte die Umgestaltung des Jungfernstiegs weiÜ Gott nicht zu den drängsten Problemen Hamburgs. Der alte Jungfernstieg hätte es wohl noch ein paar Jahre getan.

Der Verweis auf den Tourismus als Wirtschaftsfaktor hat sich auch zu einem beliebigem Argument zur Rechtfertigung jeglicher Prestigeprojekte entwickelt. Man kann da quantitativ schön im Nebulösem bleiben. Versuchen Sie doch bitte einmal eine volkswirtschaftliche Armortisationsrechnung dieser MaÜnahme aufzumachen!

Auch dieses Geld hätten die Stadt und die Mäzene z.B. für Schulbücher ausgeben und so die Lernmittelfreiheit in vollem Umfang aufrecht erhalten können.

Unser wichtigster Produktionsfaktor ist Bildung und nicht touristische Infrastruktur. Selbstdarstellung ist Luxus, den man sich leisten kann, wenn die Steuerquellen munter sprudeln.
neues Wiki
von Moderator, 05.05.2006 | 10:56
Rund um das Thema "Kitas" wurde nun ein Wiki-Dokument eröffnet. Lassen Sie Ihre Ideen und Vorschläge, aber auch Ihre Bedenken einfließen!
 Link
Viel Erfolg wünscht
S. Kerbach (Moderation)


 Zurück zur Übersicht
Benutzername
Kennwort
 Erstmalig anmelden!
 Liste aller Teilnehmer
Info zum Artikel
Von: Matthias Arft
25.04.2006 | 16:22
Artikel-Nr.: 2058
Aufrufe: 91
Antworten: 6