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Idee:
Preiswerte Kitas


Beschreibung:
Hamburgs Kindertagesstätten sollten preiswerter oder sogar kostenlos sein.


Beteiligt an der Ausarbeitung waren:
Peer
Luca
Zaphodb
Sparbier
Chaoshacker
Matthias Arft
Krille
Thesaurus
kesz


Wege zur Umsetzung:
+ Durch Gründung einer Gesellschaft, die Querschnittsaufgaben in der Kindertagesbetreuung wahrnimmt, könnte Geld gespart und dem Ausbau des Angebotes an Plätzen zugeführt werden. Eine Reihe von Aufgaben könnten aus der Behörde, den Ämtern und Einrichtungen in die Gesellschaft verlagert werden.
Aufgaben der Gesellschaft:
- Beleihung der GmbH zur Durchführung der Finanzierung der Träger von Einrichtungen über Zuwendungen
- Durchführung der Zuwendungsprüfung (Verwendungsnachweisprüfung)
- Verantwortung für einen Personalpool/Vertretungskräftepool (ggf. für einen trägerübergreifenden Vertretungskräftepool)
- Aufbau einer Inkassostelle für Elternbeiträge
- Übernahme von Serviceleistungen für Einrichtungen (z. B. IT, Fortbildung, u. a.)
- Fachberatung für städtische Einrichtungen
- Aufbau eines Controlling für die Behörde zur Erzielung größerer Transparenz im Personal-, Finanzierungs- und Leistungsbereich
- Entwicklung eines trägerübergreifenden Marketing- und Kommunikationskonzeptes
- Konzept der trägerübergreifenden Zusammenarbeit
- mögliche weitere Aufgaben: Übernahme des Beschaffungswesens und des Liegenschaftsmanagements

+ kostenlose Kindertagesstätten, entsprechend dem quantitativen Bedarf, analog dem Konzept Finnlands oder erfolgreichen Kitas in Deutschland.
So kann allen Eltern die Fortführung ihres Berufes ermöglicht werden.

+ Mehr Geld für Bildung und Ausbildung, weniger Geld für andere Aufgaben, hauptsächlich aber für überflüssige Prestigeprojekte, z.B. die Elbphilharmonie. Genauso wird für die Elbphilharmonie Geld aus dem Haushalt an vollkommen falscher Stelle ausgegeben. Und Bildung beginnt im Kindergarten!
Stadt und auch Mäzene könnten Geld z.B. für die Förderung der Bildung breiter Schichten ausgeben für die Erweiterung des Musikverständnisses vor allem für Kinder und Jugendliche aus Elternhäusern ausgäbe, wo die Eltern diesen Zugang nicht vermitteln können.

+ Bildung ist auch Selbstzweck, nicht nur Konditionierung für den Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt.

+ Ein Plus in Umsetzung kann man sich an Frankreich abgucken: Dort wurden Kindergärten und Seniorenheime "zusammengelegt" und man hatte einen doppelten wirtschaftlichen sowie sozialen Vorteil:
- Die Senioren brauchten weniger Pflege
- Die Kinder brauchten weniger "Aufsicht"
- Die Senioren waren beschäftigt und fühlten sich wieder als Teil der Gesellschaft
- Die Kinder haben von den Alten gelernt, wie es früher einmal in der Großfamilie der Fall war.
Kein großes Konzept, einfach in der Umsetzung, Klar im Ergebnis - man muss es nur tun.

+ Stärkere Einbindung von Privatleuten und Firmen.
- Firmeneigene Kindergärten sind leider ein wenig aus der Mode gekommen - vielleicht könnte man dies in einem neuen "Hamburger Modell" als Vorbild für Deutschland wieder ein wenig in den Fokus rücken (Förderungen, Lobende Nennungen bei offiziellen Anlässen, Wettbewerbe...).
- In vielen Ländern werden als Lohnersatzleistungen Kinderbetreuung oder Haushaltshilfen angeboten, das ist nicht nur günstig für die Lohnnebenkosten, sondern wirkt sich sicher nicht übel auf den Arbeitsmarkt aus. Es muss doch nicht immer der Firmenwagen sein, oder?
- Privates Engagement könnte noch mehr gefördert werden. Ein gutes Beispiel ist die Patriotischen Gesellschaft von 1765

+ Eltern werden ermutigt, sich mehr in den Tagesbetrieb in Kindergärten einzubringen (kleine Aufwandsentschädigung, 1-Euro Job, Ermäßigung des Beitrags...). Diese sind hochmotiviert, würden z.T. gerne etwas mit den Kindern machen, müssen aber irgendwie Geld verdienen.



Hindernisse:
Die Verhältnisse sind in Deutschland andere als in Finnland. In Finnland beteiligen sich die Unternehmen mit 75% an den Sozialversicherungskosten, diese Einnahmen finanzieren auch "andere" soziale Projekte, wie Kindergartengesundheit, der Kindergarten ist in Finnland bereits eine Vorauswahl für die spätere Schule (Nicht alle Schulen in Finnland sind gleich gut! D.h. schon bei der Wahl des Kindergartens beeinflusst man die spätere berufliche Karriere des Kindes. Exquisite Kindergärten haben lange Wartelisten und haben auch dort hohe Gebühren).

Eine effizientere Strukturierung der Verwaltung von Kindergärten und KiTA's könnte ein Hindernis darstellen, da es unterschiedliche Träger gibt (privat, kirchlich - unterschiedlicher Konfessionen, Rotes Kreuz etcpp.) - schwer, hier eine zentrale Organisation draufzupropfen und in der Anfangszeit sich nicht gerade billiger.

Wenn die Finanzierung rein durch Einsparungen gemacht werden soll, dann entstehen "Kinderverwahranstalten" - dann führt dies unwillkürlich zu zwei Effekten:
- Die Reichen betreuen ihre Kinder nicht in staatlichen KiTA's
- Es wird noch weniger Kinder geben und davon noch mehr "verhaltensauffällige".



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Von: Moderator
05.05.2006 | 9:01
Artikel-Nr.: 2206
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