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Steuern runter - Keine Frage!
Aus Sicht der Steuerzahler: Steuern runter! Das beste Beispiel: die Erhöhung der Mehrwertsteuer um drei Prozentpunkte. Diese Steuererhöhung betrifft jeden. Privatpersonen werden vor allem durch deutliche Preissteigerungen belastet. Unternehmen spüren die Mehrbelastung durch einen zu erwartenden Nachfragerückgang bzw. ebenfalls durch höhere Steuern, falls sie die höhere Belastung nicht in vollem Umfang auf ihre Kunden abwälzen wollen.
Der Bund der Steuerzahler wendet sich mit einer Aktion gegen diese Erhöhung und sammelt auf seiner Homepage Unterschriften gegen den Konjunkturkiller. Der BdSt geht offen auf Politiker zu, damit sie sich gegen die Erhöhung einsetzen.
Auch Hamburg hat kein Einahmen- sondern ein Ausgabenproblem und deshalb sind höhere Steuern inakzeptabel.



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Antworten
Nicht nur die Höhe der Steuern ist entscheidend sondern auch die Verwendung! Die Erhöhung der MwSt ist aus meiner Sicht völlig in Ordnung, wenn sie zur Senkung der Lohnne-benkosten verwendet wird. Durch die MwSt werden alle zur Kasse gebeten und nicht nur die Arbeitnehmer. Somit ist es auch möglich Arbeit in Deutschland wieder günstiger zu machen und somit nötige Impulse für den Arbeitsmarkt zu setzten.
Konsolidierung?
von sparbier, 27.04.2006 | 10:14
Die MwSt ist ja nun keine Ländersache. Wenn Steuern weiter gesenkt werden, stellt sich doch die Frage, wie Hamburg von seinen Schulden herunter kommen soll. Die in Ihrem Haushalt vorgeschlagenen Kürzungen  Link reichen dafür sicher nicht aus.

Interessant, dass Sie auch kräftig bei den Schulen sparen wollen. Meinen Sie mit "Bereinigung der Schulstandorte" weitre, über die schon geplanten hinausgehende Schulschließungen? Das dürfte nach hinten losgehen, weil gerade dadurch die Abwanderung von Familien weiter zunehmen wird. Folge: Weniger Steuern und höhere Abgaben im Länderfinanzausgleich.

sparbier
Geringere SV-Beiträge
von Matthias Arft, 27.04.2006 | 14:20
Die Diskussion über die geplante Mehrwertsteuererhöhung gehört wohl nicht hierher, aber da Sie sie erwähnt haben, doch ein paar Worte dazu.

Ich halte sie für gerechtfertigt, wenn das Steueraufkommen daraus komplett zur Senkung der Lohnnebenkosten verwendet würde. Das heißt, alle versicherungsfremden Leistungen werden aus der Renten-, Arbeitslosen- und Krankenversicherung herausgenommen und den Haushalten des Bundes oder der Länder zugewiesen. Es werden bislang Aufgaben allein von den abhängig Beschäftigten aus SV-Beiträgen finanziert, die von allen Steuerzahlern zu tragen sind, mit dem "Erfolg" hoher Lohnnebenkosten und entsprechend geringerer Nachfrage nach Arbeit durch die Unternehmen, sprich Arbeitslosigkeit (vgl hierzu z.B. Prof. Peter Bofinger, Wir sind besser als wir glauben, München 2005).

Die Senkung der Lohnnebenkosten schafft mindestens auf der Kostenseite die Voraussetzung für eine stärkere Nachfrage nach Arbeit und damit wieder mehr Beschäftigte und damit mehr Beitragszahler in die Sozialversicherung und weniger Transferleistungsempfänger. Das ist der Weg, Deutschland wieder nach vorn zu bringen!

Außerdem erhöht sich dadurch auch das verfügbare Einkommen der abhängig Beschäftigten, weil die Verringerung der Beitragssätze beim Arbeitnehmeranteil unmittelbar konsumwirksam zur Verfügung steht. Ob das die USt-Erhöhung überkompensiert, kann ich so nicht sagen, es schwächt ihre Wirkung für die Arbeitnehmern jedoch erheblich ab.

Ich kann in Ihrem Haushalt keine gestalterische Idee erkennen, außer relativ pauschal Budgets zu kürzen. Das ist zu wenig!


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Info zum Artikel
Von: Frank Neubauer
26.04.2006 | 12:33
Artikel-Nr.: 2099
Aufrufe: 66
Antworten: 3