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Auf das Wesentliche konzentrieren
Bekannter Maßen gibt "die FHH" mehr Geld aus als eingenommen wird. Dies muss sofort und rakikal geändert werden. Der Staat muss sich auf seine "klassischen Aufgaben" konzentrieren. Viele Dinge sind wünschenswert, aber leider nicht mehr finanzierbar. Ich möchte dabei insbesondere die Bereiche Kultur, Stadtentwicklung und Umwelt nennen. Was passiert, wenn es dort kein Geld mehr gibt. Der Haushalt ist fast ausgeglichen und der Aufschrei ist genauso groß, wie bei der schon mal angedachten Kürzung bei der Kultur um nur 10 %.
Alle Behörden sollten aufgefordert werden ein Amt oder zumindest eine komplette Abteilung einzusparen. Hapag-Lloyd hat dies erfolgreich durchgeführt. Unabdingbare Aufgaben der gestrichenen Abteilung wurden durch andere übernommen. Überbürokatrisierung war von einem Tag auf den anderen erledigt. Mein Vorschlag: Personalamt abschaffen. Hier gibt es "hunderte" von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich mit Beurteilungssystemen, Gesundheitsförderung, Personalentwicklung usw. beschäftigen. Ich bin überzeugt, dass auch ohne dieses Amt die Dienstleistungen für den Bürger ohne bemerkbaren Verlust weitergeführt werden.



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Antworten
Völlig richtig!
von pestfisch, 25.04.2006 | 21:33
Niemand hat das besser wissenschaftlich nachgewiesen als Cyril Northcote Parkinson:

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Leider wusste er aber auch kein Gegenmittel. Vielleicht hilft dann Götz Werner:

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Zustimmung
von elloco, 26.04.2006 | 11:15
Die pauschale Reduzierung von Verwaltungsstellen finde ich richtig. Um konkret sagen zu können, wo was ganau gespart werden sollte, muss man selber Experte des jeweiligen Bereichs sein - was die meisten hier wohl nicht sind. Dennoch bin ich davon überzeugt, dass die gleiche Leistung mit viel weniger Personal erbracht werden könnte.

loco
Einsparung ganzer Abteilungen
von Moderator, 26.04.2006 | 11:19
Hallo gue.bue,
Sie schlagen vor, pro Behörde ganze Abteilungen zu streichen. Können Sie sagen, an welche Abteilungen Sie da je nach Behörde denken?

Und welche konkreten Aufgaben sollten bzw. könnten Ihrer Meinung nach eingespart werden?

Haben auch andere Teilnehmer/innen dazu Ideen?

Es grüßt B. Hohberg (Moderation)
Einsparung ganzer Abteilungen - Konkretisierung (gue.bue 27.04.2006 | 19:46)   
Ich bin kein Experte für Stellenwirtschaft und was in den einzelnen Abteilungen nützliches getan wird, kann ich nicht beurteilen. Ich bin auch davon überzeugt, dass die dort eingesetzen Mitarbeiter gut zu tun haben. Ich vermute allerdings, dass es Abteilungen/Referate/Sachgebiete gibt, die nur Probleme lösen, die in der Behörde (warum auch immer) entstanden sind, jedoch keine Probleme für den Bürger lösen. Nach Durchsicht des Hamburg Handbuches (2004/2005) sind mir folgende Abteilungen aufgefallen, die sich inhaltlich so beschreiben, dass ich glaube, dass sich darin meine obige These bestätigt;
ich habe auch Abteilungen genannt, deren Aufgaben an anderer Stelle in der Behörde ebenfalls genannt werden oder die wegen der thematischen Nähe zusammengefügt werden könnten (Synergieeffekte):
1. Senatskanzlei - Abteilungen 3 und 4
2. Senatsamt - Abt. Internationale Zusammenarbeit / Angelegenheiten der EU (Hanse-Office)
- Vertretung der FHH beim Bund - hier Bevollmächtigter beim Bund, bei der EU und für auswärtige Angelegenheiten
3. Personalamt - PIA - Abt. Personalmanagement mit allen Referaten (s. a. Landesbetrieb Zentrum für Personaldienste = zahlreiche Wiederholungen wie auch beim Senats- und Personalamt)
4.Schulen - Abteilung Qualitätssicherung versus Controlling; Stabstelle Prävention, Intervention und Beratung
Einrichtungen der Erwachsenenbildung ganz streichen
5. Hochschulamt (warum Leitungsteam?) - Ministerial- und Rechtsangelegenheiten
-Zentralinstitut für Arbeitsmedizin
- Hochschule für Bildende Künste,Musik und Theater zusammenlegen, spart eine Präsidium und eine Präsidialverwaltung
6. Kulturbehörde mit Wissenschaft zusammenlegen spart Präses (Staatsrat für Kultur erhalten), eine Verwaltungsabt. (Leitungen) eingespart
7. Senatskoordinator für behinderte Menschen (siehe Amt für Soziales und Integration)- Planung und Controlling, Koordination, Schwerpunktthemen, Personal und Organisation (siehe Abt. für Organisation und Personalmanagement).
Ich breche hier mal ab, weil mein Anliegen wohl deutlich geworden ist. Mir ist aufgefallen, dass jede Behörde und bei groÜen, sich auch jedes Amt eine Verwaltungsabteilung "gönnt", manchmal ist dies sogar ein eigenständiges Amt. Wäre es nicht sinnvoller Organisations- und Personalabteilungen, Controlling und Revision, sowie Rechtsabteilungen, die überall auftauchen zu zentralisieren? Es entsteht aus den Organigrammen der Eindruck, dass diese Abteilungen beim Personal- oder Senatsamt ihr Pendant haben. Reicht nicht eine Stelle/Amt?



Abteilungen streichen
von Thesaurus, 26.04.2006 | 15:15
Hallo Moderator,

welche Abteilungen man streichen sollte, kann ich leider im Detail auch nicht sagen, da diese Informationen für den Normalbürger nur schwer zu beschaffen sind.

Aber eine Aufbaustruktur ähnlich dem eines Konzerns würden zu sogenannten Stabsstellen führen. Überbehördliche Stabsstellen! Braucht wirklich jede Behörde ihre eigene Administration, mit Funktionen wie Rechtsabteilung, Buchhaltung, Controlling und Personalwesen. Könnte man dieses nicht bündeln? Sicherlich würden und müssten dann einige Positionen wegfallen, da Sie mehrfach besetzt wären. Auch wäre die Budgetüberwachung aus den Behörden herausgenommen. So könnten die obligaten Dezemberausgaben besser kontrolliert werden. ;-)
sichselbst wegrationalisieren?
von piepsie, 28.04.2006 | 10:01
das problem bei der einsparung vonb personal ist doch, dass sich niemand selbst wegrationalisieren wird. die, die merken dass sie überflüssig sind (sorry für dies harte wort) werden niemals daherkommen und sagen: hey ich hab nix zu tun, rationalisiert mal meine stelle weg. jeder wird begründen, dass er unersetzlich ist. und da auch niemand wirklich wirtschaftlich arbeiten muss, wie in einem wirtschaftsunternehmen, wo nur bestimmte einnahmen da sind und deswegen auch nur eine bestimmte anzahl von mitarbeitern geben kann,wird niemand zusätzliche stellen einsparen wollen. es könnte ja jeden selbst treffen.
obwohl in den letzten jahren schon eine menge personal eingespart worden ist und einstellungssstop herrscht...
Wegrationalisieren
von luca, 28.04.2006 | 10:12
das ist wahrlich nicht zu erwarten. dennoch muss es doch legitim sein, mal zu überprüfen, ob es ämterübergreifend nicht tatsächlich aufgaben gibt, die doppelt und dreifach gemacht werden.
Details
von piepsie, 28.04.2006 | 10:17
da stimme ich dir zu. die frage ist doch aber: wie????
Stimme uneingeschränkt zu
von Magnus, 04.05.2006 | 15:06
Entscheidungsbefugnisse müssen dezentralisiert - die Querschnittsaufgaben müssen zentralisiert werden.

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Seit monaten Streiken die Landesbediensteten - bis heute. Wem ist das eigentlich so richtig aufgefallen ??? Den Streik der Müllabfuhr hat man gemerkt. Seither aber nichts mehr. Ich lasse mich mal zu der überspitzten Bemerkung hinreißen, dass wenn Leute wochenlang streiken und keiner was davon mitkriegt, alle auch sehr gut ohne die bestreikten Stellen leben können!
Bitte eine Befragung!
von Hase_aus_hh, 05.05.2006 | 14:53
Deutschland ist gelähmt von Lobbyisten. Jeder vertritt seine Klientel. Und überall soll der Staat nicht kürzen bzw. mehr Geld ausgeben.

Wir haben weniger Geld (weil wir in der Vergangenheit zu viel ausgegeben haben und dies nun zurückzahlen müssen). Daher können nicht alle Wünsche befriedigt werden.

Mich würde sehr interessieren - und dazu bringt diese Seite viele Erkenntnisse - welche staatlichen Aufgaben den Menschen wie wichtig sind. Man sollte daher diese Runde erweitern und Deutschlandweit ein vereinfachtes Modell machen, an dem dann auch nicht nur ein paar tausend, sondern jede/r Wahlberechtigte teilnehmen soll. Aufgabe: Sie haben 100 und müssen dieses Geld auf eine Liste von ca. 300 Aufgabenbereiche verteilen, die der Staat erledigt. Nur ganze sind zugelassen. Die 100 Aufgaben, die das wenigste Geld erhalten, werden künftig aus dem staatlichen "Leistungskatalog" gestrichen. Und so kann man sich Jahr für Jahr immer wieder andere Bereiche vornehmen. Einzig konstant ist z.B. der Punkt "Staatsschulden zurückzahlen". Dabei ist es sicher Hilfreich, "von unten" anzufangen. Also die ausgewählten Aufgaben möglichst konkret zu wählen. Also nicht "Bildung" oder "Finanzverwaltung" , sondern gut detaillierte Posten ganz konkret "Kauf von Schulbüchern für den Unterricht", "Stromkosten zum Betrieb von Straßenlaternen" etc.
(Moderator 05.05.2006 | 17:54)   
Ihr Beitrag kann ein Beispiel dafür sein, dass auch Bürgerbeteiligung beim Sparen bzw. beim sinnvollen Geldausgeben helfen kann.
Haben unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer weitere Ideen, bei denen sich eine Befragung von Bürgern vorteilhaft auf den Haushalt auswirkt? Dann machen Sie mit bei der Erarbeitung des Wikis: Link


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Info zum Artikel
Von: gue.bue
25.04.2006 | 20:01
Artikel-Nr.: 2077
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Antworten: 10