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Zurück ins 19. Jahrhundert
Mit Entsetzen habe ich in dreißig Jahren Erfahrung mit Schulen und Universität in der Hansestadt durch meine Kinder - immerhin sechs, also sind die Beobachtungen kein Zufall feststellen müssen, daß Bildung für alle einen äußerst gerigern Stellenwert für den Senat hat. Wie viele Male habe ich mich beteiligen müssen in räumlich verwahrlosten Schulen Klassenräume in Elternmithilfe zu streichen? Wie oft mußte ich über Elternrat und als Klassenelternsprecher gegen Erhöhungen der Klassenfrequenz, Stundenausfall, protestieren, nun kommen massiv Schulenschließungen dazu... Diese Stadt will leine Kinder ist meine Schlußfolgerung. Büchergeld, Studiengebühren sprechen eine eindeutige Sprache: Nur noch Kinder aus Familien mit hohem Einkommen sollen an der Bildung teilnehmen. Offensichtlich möchten bestimmte Schichten unter sich bleiben, sich die wenigen Stellen in der Arbeitswelt vorbehalten. Meine Kinder müssen alle, wenn sie nicht mit Schulden aus der Ausbildung ohne Aussicht auch eine Arbeitsstelle und nicht nicht nur einen möglichst unbezahlten Praktikumsplatz zu bekommen hervorgehen wollen, sich neben dem Studium zu ihrem Lebensunterhalt beitragen un d arbeiten - und dann kommen jetzt auch noch Studiengebühren dazu... Ich will gar nicht reden von fehlenden Büchern in den Bibliotheken, überfüllten Vorlesungen und Seminaren. Aber wie schön ist doch unsere Innenstadt anzuschauen...


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Haargenau!
von Misslaval, 25.04.2006 | 11:16
Es ist kaum auszuhalten!
Kein Wunder, dass die Behörden kein vernünftiges Innovationsmanagement auf die Beine kriegen und Bürger befragen müssen.
Viele der Verantwortlichen sind genau durch dieses mangelnde Bildungssystem gegangen.
Da muss gaaanz dringend etwas passieren. 2005 wurde wieder geplant noch einmal 7 Mio. am Haushalt der Uni zu streichen, nachdem die HWP fusioniert wurde, deren Haushalt ca. 7,2 Mio. ausmacht - ach welch Wunder. Und nicht zu vergessen die EINSPARUNG von 2.500 Studienplätzen - wieviele hatte die HWP noch? 2.500! Es ist Hohn und total gemein, was da geschieht. Bildung ist die einzige Möglichkeit, eine Gesellschaft weiterzuentwickeln, Demokratie zu befördern statt einzuschränken.
Außen HUI, Innen PFUI!
von Misslaval, 25.04.2006 | 11:22
Die Uni hat sich auch nicht gerade ins Zeug gelegt.
Philturm, ESA, Ost- und Westflügel sind eine Augenweide....
Aber die Klos von 1968 im Philturm mal gerochen? Das geht schon los bei den Vorlesungssäalen eine Etage höher. Das ist eine Zumutung sondergleichen. Und das liegt ganz bestimmt nicht an der unverschämten Versaubeutelung seitens der Studenten. Die Schmierereien sind massenhaft zurückgegangen!!! An die übervollen Hörsäale haben sich inzwischen alle gewöhnt, was bleibt einem auch übrig.

Aber an völlig demotivierte Dozenten seit ca. 3 Jahren, an Stühle, die zusammenbrechen und an viel zu wenig neue, aktuelle Literatur aus dem internationalen Raum... Daran kann und will ich mich nicht gewöhnen.
Hamburg - Eliteuni? Dass ich nicht lache!
@Rudolf Walter & Misslaval
von Moderator, 25.04.2006 | 12:18
Vielen Dank für Ihre Beiträge. Welche Konsequenzen ziehen Sie daraus für die Haushaltsplanung? Haben Sie im Planer einen Haushalt nach Ihren Vorstellungen zusammengestellt? Welche konkreten Vorschläge haben Sie. Schreiben Sie doch hierzu ein Wiki oder formulieren Sie einen Diskussionsbeitrag.
Es grüßt Sie
C. Cohen (Moderation)


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Info zum Artikel
Von: Rudolf Wolter
25.04.2006 | 8:53
Artikel-Nr.: 2021
Aufrufe: 95
Antworten: 3