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Privatisierung der Müllabfuhr
Hallo,
möchte aus verschiedenen Gründen vorschlagen, die Müllabfuhr/ Stadtreinigung zu privatisieren.

- Private Anbieter könnten Ihre Angestellten zu geringeren Kosten beschäftigen. Für die Angestellte der Stadtreinigung müssen nicht unbedingt die Konditionen des öffentlichen Dienstes gelten

- Durch einsetzenden Wettbewerb würde sich ein Rationalisierungsschub entwickeln, der die gleiche Leistung zu deutlich geringeren Kosten anbietet

- Hamburg würde so die Zahl der öffentlich Beschäftigten deutlich reduzieren.

Loco



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von bennylein, 25.04.2006 | 14:52
Privatisierung von städtischen Betrieben sollte man sich immer genau überlegen.
1. In privaten Firmen muß nicht gestreikt werden um vorhandenes zu erhalten, sondern es wird gestreikt um etwas zu verbessern, siehe IG-Metall 3% mehr Lohn, bedeutet im Umkehrschluß höhere Kosten für die Müllabfuhr. Außerderdem wer sagt denn, daß eine private Müllabfuhr nicht sowieso teurer wäre? Die dann entstehenden wilden Müllkippen möchte ich nicht haben.
2. Vereinigubg Hamburger Kindertagesstätten ist halb privatiesiert. Dort wurden um Kosten zu sparen die Hausarbeitskräfte in eine neugergründete Firma ausgegliedert, bekommen weniger Geld und müssen länger arbeiten. Ergebnis, die Verpflegung der Kinder hat sich deutlich verschlechtert.
Soviel zum Thama Privatisierung!
Privatisierung - keine Lösung
von LeroyB, 25.04.2006 | 15:25
Die Stadt hat in den vergangenen Jahren genug Betriebe in die private Wirtschaft entlassen. In der Regel hat sich mit diesem Schritt die Situation für die Bürger nicht verbessert. Der Hamburger hat nicht mehr Service oder geringere Gebühren und die Hamburger die in diesen Betrieben angestellt sind, haben nun z.T. schlechtere Zukunftsperspektiven. (vgl. LBK, Kitas). Ein weiteres Argument: wer trägt bei den meisten Verkäufen auch in der Zukunft das Risiko? Die Stadt. Kurzfritig einen Haushalt zu sanieren, um dann langfristig die ehemals eigene Serviceleistung teuer einzukaufen ist ein Taschenspielertrick.
Outsourcing ist eine auch in der BWL umstrittene Methode und kein Allheilmittel.
Keine Privatisierung
von hbetl, 25.04.2006 | 16:03
Egal welcher Betrieb bundesweit von DB bis Telekom in die Privatisierung entlassen wurde: Service und Leistungen haben sich verschlechtert.
nicht nur schlechte Erfahrunge
von elloco, 25.04.2006 | 16:12
@ bennylein:
Natürlich sollte man sich Privatisierungen gut überlegen - aber tut man das in Hamburg? Dazu müsste wohl so etwas wie ein Gutachten erstellt werden. Wofür die jeweiligen Angestellten streiken, ist aber hier nicht entscheidend. Durch den Wettbewerb unterschiedlicher Anbieter wird sich letztlich auch die Entlohnung regeln lassen.

Es gibt jedenfalls mit der Privatisierung kommunaler Unternehmen keineswegs nur schlechte Erfahrungen. Siehe z.B. Braunschweig:  Link

@LeroyB

Wenn die Sadt weiterhin das Risiko trägt, ist das natürlich nicht gut. Aber wo steht geschrieben, dass das so sein muss? Das ein wenig Wettbewerb hier prinzipiell nicht zu einer Verbesserung oder zu weniger Kosten führen kann, kann ich nicht verstehen. Man könnte das gesamte Paket ja ausschreiben und die Stadtreinigung kann sich auf den Auftrag bewerben. Wenn man das zeitlich entsprechend ankündigt (1-2 Jahre), hätten die auch ein faire Chance, sich darauf vorzubereiten.

ellocisimo
@ alle: Wiki erstellt
von Moderator, 25.04.2006 | 16:26
Zu diesem Thema wurde auch ein Wiki erstellt: [  Link ]. Vielleicht möchten Sie ihn ergänzen oder verändern?
Es grüßt Sie
C. Cohen (Moderation)
verwaltung der müllabfuhr absp
von sekundix, 25.04.2006 | 17:32
ich stelle mir vor, dass sich die verwaltung
der stadtreinigung vielleicht enorm aufgebläht hat. genauso wie die polizeiverwaltung. private dienstleister
hätten aber kein interesse die verwaltung aufzublähen wie die
staatliche verwaltung jetzt wo alle sich nur gegenseitig befördern, sondern private würden sich um das produkt kümmern.
und die polzei macht so viele nicht hoheitliche aufgaben, die auch andere erledigen könnten. und die mülle ist irgendwie so gar nicht "hoheitlich".
Gebühren nach Gewicht
von gue.bue, 25.04.2006 | 19:17
Mein Vorschlag: statt Privatisierung Abrechnung nach Gewicht. Überquellende Mülltonnen beweisen, dass jeder versucht, möglichst (zu) kleine Mülltonnen zu bezahlen. Erfolgt die Abrechnung nach Gewicht (wie z. B. bei Gemeinden in Niedersachsen) ergeben sich gerechtere Müllgebühren.
Erst denken dann schreiben.
von pidel, 27.04.2006 | 18:16
Wie Schlau muß man sein einen Betrieb zu verkaufen der dem Steuerzahler keinen Cent kostet. Im Gegenteil, er spült noch Geld in die Kasse.
Hat hier schonmal jemand einen Vorteil durch eine Privatisierung gehabt? Ich noch nie.
Die Stadtreinigung und die Müllabfuhr gehören schon lange nicht mehr zum Kernbereich der Hamburger Verwaltung. Sie wurden ausgegliedert zu Landesbetrieben. Folge: Die Beschäftigten hier haben jetzt einen eigenen Tarifvertrag und müssen momentan nicht gegen Arbeitszeitverlängerung, Stellenstreichung und Lohnkürzung kämpfen, andererseits wurden jedoch Leistungen gestrichen oder werden extra bezahlt.
Das Prinzip ist ganz einfach: Es wird nur noch gemacht, wofür Gebühren kassiert werden können. Das Laub der Bäume wird also nicht mehr kostenlos abgefahren. Und für die Reinigung von Grünflächen auf Straßengrund, für die nicht direkt beim Anlieger kassiert werden kann, muss dann doch wieder extra Geld durch den Senat bereitgestellt werden.
Genau wie bei einer Privatisierung kann ich hier eine Verschlechterung des Service, jedoch keine Kostenersparnis erkennen!
Wiki bearbeiten
von Moderator, 27.04.2006 | 21:28
Sehr geehrte Teilnehmerinnen und Teilnehmer,
beteiligen Sie sich doch auch an der Formulierung eines konkreten Sparvorschlages unter  Link Hier können die hier diskutierten Aspekte in eine ergebnisorientierte Form gebracht werden.
Viel Erfolg wünscht
S. Kerbach (Moderation)
Kann man nur empfehlen
von pestfisch, 27.04.2006 | 23:54
Hier im Kreis Steinburg (SH) ist die Müllabfuhr seit Jahren privatisiert, effizient, kostengünstig und wir haben keine wilden Müllkippen! Zur Zeit macht das IMHO sogar eine Firma aus Hamburg.

Wir hatten hier keinen Streik wegen ein paar Minuten Mehrarbeit am Tag der von quasi beamteten Besitzstandswahrern ferngesteuert wurde.
Leistungserfüllung privater F.
von Rudolf, 02.05.2006 | 22:01
Die öffentliche Hand sollte vor allem Strafen bei Nichterfüllung einer Leistung einführen. Es kann nicht sein, dass private Firmen vertragliche Leistungen nicht erfüllen und keinerlei Konventionalstrafen zahlen müssen. Gerade Konventionalstrafen bei Nichterfüllungen würde die öffentliche Hand entlasten.
Privatisierung: Nein Danke
von wokoho, 04.05.2006 | 21:08
Es ist naiv zu glauben, daß Privatisierung automatisch zu Kostensenkung führt.
Beispiel: Strompreis

Privatisierung führt zuerst zu mehr Arbeits-
losen, dann zu schlechteren Serviceleistungen
und dann zu Preiserhöhungen.


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Von: elloco
25.04.2006 | 14:45
Artikel-Nr.: 2034
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