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Idee:
Kostenneutrale Software


Beschreibung:
Wenn man anstatt von teuren IT Produkten im öffentlichen Dienst vergleichbare, freie Produkte einsetzt, können enorme Ausgaben für Lizenzkosten eingespart werden. Für das Geld könnten z.B. Administratoren oder auch Programmierer beschäftigt werden.
Da Open-Source ja nicht bedeutet, daß man alles selber machen muß und grundsätzlich alles erstmal an die eigenen Systeme anpassen muß, entfällt das Argument, daß man für die Weiterentwicklung und Pflege der Software Geld bezahlen muß. Man gewinnt aber den Vorteil gegenüber "Closed-Source"-Software, daß man bei Bedarf eigene Anpassungen überhaupt machen kann.
Man gewinnt außerdem den Vorteil, daß Produktverbesserungen im Allgemeinen deutlich öfter und schneller publiziert werden als z.B. bei Microsoft.

Man hätte kurzfristig, praktisch keine Probleme mehr mit Viren und Würmern.

Außerdem geht mit den recht kurzen Microsoft-Produkt-Zyklen (alle 5 Jahre Umstellung auf ein komplett zum Vorgänger inkompatibles Betriebssystem) jedes mal mit einem zeit- und kostenaufwendigen Upgrade sämtlicher Benutzter-Software einher.
Großkunden werden von Microsoft praktisch alleine schon dadurch zum Upgrade genötigt, da nach einer festgelegten Anzahl von Jahren kein Support mehr von Microsoft angeboten wird.


Beteiligt an der Ausarbeitung waren:
Chaoshacker
bb
Zaphodb
Flatter
pro
Scimi
Gerry HH
Fakt
Lamy
kesz


Wege zur Umsetzung:
Der Deutsche Bundestag beweist seit einigen Jahren sehr erfolgreich, dass man bei Server-Techniken (Storage, Backup, Integration etc.) komplett auf Windows verzichten kann.

Es gibt sicher etliche Spezial-Verfahren im Einwohnerwesen und der gesamten Verwaltung, aber für die, die absolut unersetzlich sind, könnte man auch einen Terminal-Server einrichten und diese z.B. zentral hosten.
Auf diese Weise würde man zusätzlich zu den Einsparungen unabhängig von den Zielen und Vorgaben einer einzigen Firma aus Redmond.

Einsatz Open Source. München und Wien haben vorgemacht, dass es mit Linux geht. Die eingesparten Lizenzkosten armortisieren selbst ein Großprojekt vergleichsweise schnell. Außerdem ist es im Rahmen der IT eines der innovativsten Felder und würde Hamburg eine gute Publicity bescheren (siehe Wien und München).


Den Umschulungsbedarf, den hat man nur einmal, die Einsparungen sind jedoch dauerhaft. Ist der Umstieg erst mal bewältigt, lernen neu einsteigende Kollegen und Auszubildende ja gleich das neue System zu benutzen.
Für den Alltag wird nur ein minimaler Prozentsatz der Funktionalität der Office-Giganten genutzt, so dass die Umstellungsschwierigkeiten eher gering wären. Für kompliziertere Funktionen und Mechanismen wie Serienbriefe, vorgefertigte Formulare etc. gibt es in der Regel einen versierten Anwender (oder ein Team), der diese Dinge für die anderen anfertigt, die der "Durchschnittsanwender" dann nur noch benutzt.
Die Standard-Funktionen sind nahezu identisch in den Office-Suiten, sogar die Icons sehen sich zum großen Teil zum verwechseln ähnlich.

Viele Firmen und sicherlich auch Behörden und Verwaltungen sparen sich beim jetzigen Einsatz von Microsoft-Produkten einfach sämtliche Schulungskosten, obwohl dies für sehr viele Mitarbeiter auch bei Microsoft-Produkten nötig wäre! So hat MS über Anwender-Befragungen festgestellt, dass viele Leute Funktionen für zukünftige Produkt-Versionen anfordern, die schon längst vorhanden sind. Sie waren den Anwendern nur nicht bekannt!
Wenn man also zu dem Standpunkt übergeht, dass ohnehin verstärkter Schulungsbedarf ist und dafür Geld ausgegeben werden muss, dann ist es praktisch auch egal, ob man den Leuten MS Office 2003 oder OpenOffice beibringt.

Gleitender Übergang besser als radikale Umstellung: Man kann dies aber sicherlich langfristig angehen indem man nach und nach bestimmte Software-Produkte und Server austauscht. Man kann ja z.B. einfach mit OpenOffice anfangen und wenn man irgendwelche File-Server, DHCP- und DNS-Server im Hintergrund auf Linux umstellt, dann bekommt das auch kein Anwender mit. So nach und nach tauscht man dann weitere Anwendungen aus und in 10 - 15 Jahren kann man dann den Anwendern sagen: "Es werden jetzt 2 Programme und das Betriebssystem ausgetauscht - der ganze Rest bleibt aber so wie es schon ist".



Hindernisse:
Der Vorschlag ist sehr kurzsichtig und ideologisch: "Freie" Software ist nicht deshalb besser, weil sie frei ist. Nur ein einstelliger Prozentbereich der IT-Gesamtkosten sind Lizenzen, der Rest sind Betriebs- und Schulungskosten. Ein professioneller Vergleich der Gesamtkosten des IT-Einsatzes (TCO) kann in einem Fall zum Einsatz von Open Source und im anderen Fall zu kommerzieller Software führen. Diese Prüfung im Einzelfall kann man niemandem ersparen.

Es gibt eine Reihe an Studien, die belegen, dass die IT Kosten insgesamt auf diesem Wege nicht gesenkt werden können. Andere Studien belegen hingegen das Gegenteil. Bei beiden Ergebnissen ist aber immer zu prüfen WER die Studie in Auftrag gegeben hat und welche Interessen dahinter stehen!

Der Einsparung von Lizenzkosten stehen i.d.R. einmalige, zusätzliche Ausgaben für Migration und zusätzliche Schulung der Anwender gegenüber. Die Kosten für den Betrieb, Support und Schulung der Administratoren wird ungefähr gleich bleiben oder sogar bei Open Source steigen.

Langfristig ist die individuelle Pflege und Weiterentwicklung von Software teurer als die Nutzung von Standard-Software. Allerdings muß auch in manche "Standard-Software" noch viel individuelle Arbeit investiert werden.
Zudem sind die Lizenzkosten der kleinste Teil des IT-Budgets. Da wäre es sinnvoller an der Effizienz der übrigen Budgetposten zu arbeiten.



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Von: Moderator
27.04.2006 | 21:16
Artikel-Nr.: 2135
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