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Der richtige Mensch auf dem richtigen Posten oder arbeiten statt frühstücken
Auch ich finde es außerordentlich bedauerlich, dass in der Verwaltung der Behörden nicht eingespart werden kann. Zwei Ideen die automatisch zu Einsparungen führen würden:
1. Der richtige Mensch auf dem richtigen Posten: In der Verwaltung finden sich oft Beschäftigte, die für ihren Posten weniger geeignet sind und dadurch Mehrkosten verursachen. Sie bekommen ihr gutes Gehalt, obwohl sie den Aufgaben nicht gerecht werden. Andere müssen diese Aufgaben dann mitbearbeiten.
Dauerkranke werden nicht überprüft und in entsprechende medizinische Maßnahmen geleitet. Dem Kranken wird nicht geholfen, die Stelle ist unbesetzt und verursacht Kosten.
2. Arbeiten statt frühstücken
Arbeitsverweigerung, Arbeitsminderung, stängiges Fehlen am Montag oder Freitag (Rausch ausschlafen) wird meist nur ungenügend geahndet. Personalverantwortung wird nicht wahrgenommen. Betroffene Beschäftigte können sich durchschlingeln, weil niemand auf den Tisch haut.
Verhalten am Arbeitsplatz wird durch den Vorgesetzten nicht gespiegelt. Unmögliches Verhalten nicht geahndet. Die hamburger Verwaltung ist in vielen Bereichen eine soziale Hängematte für Beschäftigte, die glauben, dass ihnen keiner was kann und dass nur, weil die Vorgesetzten die Personalverantwortung scheuen.
Eine Projekt, dass die hambueger Verwaltung in dieser Hinsicht überprüft und für das Thema sensibilisiert muß her.



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vielleicht zu pauschal?
von Moderator, 26.04.2006 | 10:39
Hallo Schnitte,
meinen Sie nicht, dass der von Ihnen aufgeführte zweite Punkt etwas sehr pauschal und verallgemeinernd dargestellt wird?

Wie sollte das von Ihnen vorgeschlagene Projekt zur Überprüfung der Verwaltung und Sensibilisierung konkret aussehen?
Wer sollte dafür zuständig sein?
Wie könnte da eine positive Kosten-Nutzen-Rechnug aussehen?

Fragt interessiert
B. Hohberg (Moderation)
Denke ich auch (Buschhoff 26.04.2006 | 12:15)   
Der Ansatz ist zu pauschal. Ich denke nicht, dass es in den Amtsstuben überwiegend falsche Mitarbeiter sitzen.

Ich wäre auch nicht motviert wenn ich unter den derzeitigen bedingungen im Amt arbeiten müsste. Bei vielen Beamten habe ich das gefühl, dass sie sich als Hemmschuh sehen, obwohl sie gern etwas bewegen mölchten denken sie sich: "als kleines Rad im Getriebe was kann ich da schon machen".

Die Behörden sollten sich als Problemlöser verstehen und nicht als Problemverursacher.

Beispiel

Problemlösen:
Der Staat (also wir) hat bestimmte Anforderungen an die Bürger (Steuern zahlen, Auto anmelden ...) Wir die Beamten sind Vermittler wie sie dies auf möglichst einfachstem Weg erledigen.

Problemverursacher:
Auf unsinnige Vorschriften wird verwiesen. Die Beamten blicken selber nicht so ganz durch.

Hier hilft nur grundlegende Umstrukturierung (Reengeneering). Das heist auch Besitzstandsdenken hinter sich lassen, auch gegen den Willen einzelner.

Erfolgsprämien einführen. z.B. für schneller Erledigung der Arbeit, straffen der Abläufe... .

Grüsse

Edwin
Frühstücks Nachschlag
von Schnitte, 26.04.2006 | 16:08
Die hamburger Verwaltung ist natürlich in dieser Hinsicht nicht generell zu verurteilen. Vieles läuft gut, meist unbemerkt, aber leider auch einiges schlecht. Ich habe schon in vielen verschiedenen Dienststellen und Behörden gearbeitet und meine einen recht guten Überblick zu haben, wie in den Behörden das Thema Personalführung angepackt wird. Positive Ausnahmen gibt es. Aber es sind eben Ausnahmen. Ich könnte endlose Beispiele nennen. Ich denke in jedem Amt sind ein paar solcher Fälle zu finden:
a. Dienststellen, die keine Stempeluhren haben und in denen Mitarbeiter nur in der Kernarbeitszeit anwesend sind (6 Std!). In dieser Zeit wird natürlich auch noch gefrühstückt, Zeitung gelesen und Mittag gemacht.
b.Dienststellen mit Stempeluhren haben meist Kollegen die wegsehen, wenn man stempeln kommt, um entweder anschließemd einen Parkplatz zu suchen oder frühstücken zu gehen.
c. Vom PÄD bescheinigte Alkoholiker, die jahrelang krank gemeldet sind, ohne dass es zu Sanktionen kommt.
d. Mitarbeiter, die aufgrund des massiven Übergewichtes nicht mehr arbeiten können und nicht zur Kur geschickt werden.
e. Kollegen, die sich weigern bestimmte Tätigkeiten auszuüben und eine Zusammenarbeit durch ihre sperrige Art unmöglich machen, ohne dass sie aufgefordert werden ihr Verhalten zu ändern, geschweige denn, mit Blick auf eine erhaltensbedingte Kündigung abgemahnt werden.
Nocheinmal: Ich spreche nicht von den wenig motivierten, den gebremsten, aber sonst fleissigen Beschäftigten, sondern von denen die von Personalleitern durchgeschleppt werden.

Das Projekt oder das Team, müsste in die Behörden gehen und sich vor Ort mit den Personalfällen beschäftigen, die dauerhaft krank sind. Diese Gruppe wäre dann zu überprüfen, ob mit geeigneten Therapien, Kuren etc. die Gesundheit wieder hergestellt werden kann. Wenn ja, dann sollten die Beschäftigten aufgefordert werden, an der Herstellung ihrer Gesundheit mitzuwirken und die entsprechende Maßnahme beim z.B. Rentenversicherungsträger zu beantragen. Sollten sie dies ohne trifftige Gründe ablehnen, würde ich an krankheitsbedingte Kündigung denken.
Des Weiteren sollte das Projekt ein Konzept entwickeln, wie festgestellt werden kann, ob Beschäftigte ihre Arbeitsleistung erbringen und in ihrer Arbeitszeit wirklich arbeiten.
Leistung sollte messbar werden und entsprechend entlohnt werden.
Das Projekt sollte eine Schulung für Personaler konzipieren, in der diese über ihre Pflichten und Möglichkeiten aufgeklärt werden bzw. sollte dieses Wissen aufgefrischt werden. Die Teilnahme der Personaler sollte verbindlich sein.
Als oberste Dienstbehörde müsste das Personlamt dafür zuständig sein.
Eine Kosten- Nutzen -Rechnung müsste das Ergebnis eines Piloten sein.
Wiki eingerichtet
von Moderator, 26.04.2006 | 19:37
Zu dem Vorschlag der Einrichtung eins Projekts zur Überprüfung der Verwaltung wurde auch ein Wiki zur weiteren Bearbeitung eingerichtet:
 Link

Es grüßt B. Hohberg (Moderation)


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Info zum Artikel
Von: Schnitte
26.04.2006 | 10:28
Artikel-Nr.: 2095
Aufrufe: 116
Antworten: 3